Bergblumenparadies Bischofsgrün

Die Rodungsinsel Bischofsgrün ist durch ihr ausgeprägtes Relief und die mit Bergwiesen bewachsenen Hänge geprägt.

Bunte Wiesen erfreuen von Frühjahr bis zum Herbst das Auge des Betrachters. Und gerade die Vielfalt der Pflanzen- und Tierarten ist es, die das Fichtelgebirge um Bischofsgrün so interessant machen.

Diese Wiesen stellen jedoch einen der am stärksten gefährdeten Lebensraum unserer Landschaft dar. Aufforstung, Verbuschung und Verfilzung durch Nutzungsaufgabe kleinerer unwirtschaftlicher Flächen einerseits und stärkere Intensivierung der Bewirt-schaftung günstig gelegener Flächen andererseits, führen zu einem rasanten Artenrück-gang. Dieser ist auch mit einem Verlust an Anziehungskraft für Touristen und Erholungssuchende verbunden.

Flächendeckende Kartierungen haben gezeigt, dass 59 % der 350 ha Wiesen um Bischofsgrün noch sehr artenreich sind. Zahlreiche besonders bedrohte Tier- und Pflanzenarten der Roten Liste kommen hier vor. Die bis heute nachhaltige Nutzung und die unterschiedlichen Bodenverhältnisse haben zu einem Mosaik unterschied-licher Wiesentypen geführt mit einem unschätzbaren Wert für den Boden- und Erosionsschutz, die Biodiversität sowie für die landschaftliche Schönheit, die Naherholung und Lebensqualität unserer Heimat.

BayernNetzNatur-Projekt „Erhaltung artenreicher Wiesen im Landkreis Bayreuth“

Um artenreiche und bunte Wiesen kümmert sich der Landkreis Bayreuth in seinem neuesten, 2011 gestarteten Schwerpunktprojekt im Rahmen seines Natur- und Umweltschutzprogramms. Neun grünlandgeprägte Gebiete des Landkreises wurden als Projektgebiete für das BayernNetzNatur-Projekt „Erhaltung artenreicher Wiesen im Landkreis Bayreuth“ ausgewählt.

Das landesweit bedeutsame Projekt, das vom Bayerischen Naturschutzfonds und der Oberfrankenstiftung großzügig gefördert wird, wirkt dem Verschwinden der Wiesen-Lebensräume ebenso entgegen wie dem fortschreitenden Qualitätsverlust.

Durch Bestandsaufnahmen werden die Vorkommen dieser hochgefährdeten Lebensräume ermittelt, um dann die Bewirtschafter auf den Reichtum ihrer Flächen aufmerksam zu machen. Gemeinsam mit den Landwirten sollen Wege zur betriebsan-gepassten, nachhaltigen Bewirtschaftung der Flächen gefunden werden. Ziel ist es auch, in Zeiten knapper Kassen den Zugriff auf staatliche Fördermittel, die Mindererträge und Mehraufwand extensiver Bewirtschaftung ausgleichen sollen, zu erleichtern. Dies alles erfolgt für die Landwirte auf freiwilliger Basis. Hierbei wurden bereits sehr gute Erfolge erzielt.

Projektträger:
Landkreis Bayreuth

Projektbeteiligte:
Landwirte, Grundstückseigentümer, Bayerischer Bauernverband, Bund Naturschutz in Bayern e.V., Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V., Fichtelgebirgsverein e.V., Landschaftspflegeverband Weidenberg und Umgebung e.V., Landschaftspflegeverband Fränkische Schweiz-Rotmaintal e.V., Universität Bayreuth, Regierung von Oberfranken - Höhere Naturschutzbehörde, Landratsamt Bayreuth – Untere Naturschutzbehörde, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bayreuth, Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken sowie die Städte und Gemeinden Ahorntal, Bad Berneck, Bindlach, Bischofsgrün, Eckersdorf, Gesees, Glashütten, Goldkronach, Hummeltal, Mistelbach, Mistelgau, Pegnitz, Pottenstein, Waischenfeld und Weidenberg

Gefördert durch: Bayerischer Naturschutzfond, Oberfranken Stiftung

Ansprechpartner:

Projektleiter Nikolaus Lange 0921/728-291

Projektmanagement Gerhard Bergner 0921/728-292, Georg Peter -392

Näheres zum Naturschutzprojekt erfahren Sie unter www.landkreis-bayreuth.de/gruenlandprojekt

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